Körperbesitz

Müde Augen starren, Starren an die Decke, Starren an das Deckenparkett, Starren bis alles verschmiert. Stolpern über die Fugen, Fallen hinein Und verlieren sich darin. Der Köper liegt apathisch darunter, Dicke schwarze Fliegen lauern, Umkreisen ihn, Riechen die Verwesung. Das Gehirn streift über ihn, Taub fühlt es, Befühlt die nasse Fäule, erkennt Haut und Knochen. … Körperbesitz weiterlesen

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Echo

Hände durchforsten die Luft, Augen erfühlen was dort ist, doch es ist nichts, Es ist nicht. Die Silhouette hinterließ ein Loch, harte Kanten blieben zurück, keiner sieht sie, niemand fühlt sie. Das Herz wäre gern dort, fest verankert, Lose baumelnd, An diesem schwerelosen Ort. Gedanken wehen darüber hinweg, krallen sich darin fest, schaben und finden … Echo weiterlesen

Blüte

Der Himmel verdunkelt sich, Wolken ziehen auf, Bauschig wabern sie über dem Horizont. Wie eine dunkle Decke legen sie sich über die Welt, hüllen die Landschaft gänzlich ein. Nadelbaumspitzen verschwinden, Berggeröll wird eins mit der schwarz-grauen Masse, Schlammlöcher lösen die sonst so klaren Flüsse ab. Das wattige Gespinst löst sich, Wird feiner, Wird lichter, als … Blüte weiterlesen

Bunker

Ein Bündel sitz in mitten eines Raumes, der kleine Köper beansprucht das Zimmer, zu groß liegt er dort und schlägt sich wund, zu scharf sind die Kanten. Die Wände bewegen sich gemächlich, ziehen sich zusammen, öffnen sich, Mit organischer Gleichmut atmet er den Köper ein. Das liegende Knäuel erschüttert. Das Betongefängnis bebt, lässt keinen Raum … Bunker weiterlesen

Laterne

Millionen kleinste Partikel wittern sich, Schießen aufeinander zu, Zerbersten, explodieren, Flimmernde Membranen verschmelzen. Knochen treffen gegeneinander, Hart. Klebrig verwächst Haut, wie die triefenden Narben eines Baumes, Fingernägel hobeln Kilometer um Kilometer, zentnerschwere Hautpartikel fallen zu Boden, Darunter verbirgt sich Neues, Rosa schimmert es, Feucht und glitzrig tropft es, Liebe und Frieden tritt aus den Wunden … Laterne weiterlesen

Bärenfell

Unter der weichen Bauchdecke rumpelt es, metallisch klirren die Rippen. eine Symphonie des Schmerzes verlässt den Garten des Denkens. Sie krümmt sich. Lippen schlagen in einem beständigen Beben aufeinander, Augen rauschen bis sie taub werden. Hände finden keinen halt. Sie fällt. Ohren voller Adern und Wasser, emsig tropft es hinaus. Beine suchen Hände, Greifen ins … Bärenfell weiterlesen

Sirene

Aus der Tiefe steigt sie auf, durchpflügt das Dunkel der Meere, bis ihr Antlitz die Wasserdecke klirrend durchbricht. Ein grelles Augenpaar durchstößt das Dämmerlicht, Kastanienalleen winden sich um ihrem Kopf, triefend liegen sie auf dem Schädel, münden in krakenartigen Formationen. Sehnsüchtig streicheln Porzellanfinger ihre Zwillinge in der Wasseroberfläche, Wellen verschlucken sie und ihre Abbilder. Das … Sirene weiterlesen

Abrissbirne

Tonnenschwer liegt das Hirn im Schädel. Sanft ist der Kopf auf die Brust gebettet, doch ist er zu schwer für den Köper darunter. Zunächst knackt es nur, doch dann zerbersten die Knochen mit einem lauten Krachen, die Murmel sackt herab. Eigentlich bräuchte sie einen Kran um ihn anzuheben, doch unter Stöhnen und Jauchzen schafft sie … Abrissbirne weiterlesen

Waldbrand

Gedanken schweifen um eine Silhouette, wandern vom Untersten zum Obersten, rasen den Weg zurück, Elektrisch aufgeladen, ihre Gliedmaßen beginnen zu knistern. Schwere Worte im Gedankenarchiv, Ziehen alles mit sich in die Tiefe, Stille Dunkelheit umhüllt sie. Bleiche Finger suchen nach Halt, krallen sich in irgendwas, vielleicht das Hier und Jetzt, doch die Zukunft flieht. Tentakel … Waldbrand weiterlesen